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Endlich Anarchie! |
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Dank des aufopferungsvollen Einsatzes der internationalen Hochfinanz haben wir endlich Anarchie!
Banken werden wie selbstverständlich verstaatlicht, Autofirmen flehen darum,
ein Szenario, das man vor kurzem noch nicht mal zu denken gewagt hätte,
ohne befürchten zu müssen, vom Verfassungsschutz observiert zu werden.
So eine richtig schöne Anarchie ist das allerdings nicht, sondern eher organisiertes Verbrechen international agierender und agitierender Konzerne, deren Manager und Investoren den Hals anscheinend nie voll genug kriegen. Die anderen gucken in die Röhre (neuerdings vermehrt auch auf Flachbildschirme) und verdummen so langsam, während Politiker aller Herren Länder und Couleur krampfhaft bemüht sind, zumindest bei den Wählern den Anschein zu wahren, noch Herr des Geschehens zu sein.
Wenn man sich den Zustand dieser Welt anschaut und
dabei als Richtschnur den gesunden Menschenverstand anlegt, landet man zwangsläufig im Irrenhaus.
Wir haben zwar ein paar hundert Staaten auf dieser Welt, aber regiert werden die meisten in Wahrheit nicht von
ihren Politikern, sondern von einer internationalen Mafia von - sagen wir mal - 10.000 sogenannten Leistungsträgern.
Aber mal im Ernst: wir schreiben mittlerweile das dritte
Jahrtausend(!) nach Christi Geburt, und, was hat sich geändert seitdem?
Unser Problem besteht darin, dass kein Staat dieser Welt über ein wirklich gebildetes Volk verfügt und auch gar kein Interesse da dran hat, weil kein Staat in seiner jetzigen Form mit einem gebildeten Volk überleben würde. Wenn Wissen Macht ist und alle Macht vom Volke ausgeht, muss das Volk folglich
über ein gewisses Wissen verfügen, um diese Macht ausüben zu können.
Insbesondere hätte es die globale Mafia auch nicht so leicht, ihre Ziele durchzudrücken. Z.B. der Irak-Krieg (reloaded): wie mittlerweile auch dem Letzten klargeworden sein dürfte, ging es dabei nicht um die Bekämpfung des Terrors, oder gar die Verbreitung von Demokratie, Menschenrechten und Wohlstand, sondern darum, der amerikanischen Ölindustrie den Zugriff auf nicht unbedeutende Erdölvorkommen im sich abzeichnenden globalen Verteilungskampf zu sichern. Sprich: um die Geldbeutel einiger Firmen-Vorstände, Aktionäre und Fontmanager (zu Deutsch: Heuschrecken) weiter zu füllen, wird schon mal ein vollkommen unsinniger und völkerrechtwidriger Krieg angefangen.
Davon ab, dass alle Kriege sinnlos sind und schon immer waren (mir ist zumindest kein sinnvoller Krieg bekannt; wer dennoch einen kennt, kann ihn mir ja mailen, ich werde ihn umgehend hier veröffentlichen), wird dieser dann noch mit einer Argumentationskette begründet, die dermaßen hanebüchen ist, dass man schon von Beleidigung des gesunden Menschenverstandes reden muss.
Außer dem amerikanischen Ex-Präsidenten, dessen Gesichtsausdruck mitunter fatal an eine nicht sonderlich intelligent dreinblickende Hunderasse erinnert (man verzeihe mir diesen Vergleich, ich wollte hier keine Hunderasse beleidigen), weil er sein letztes Quentchen Hirn, das er bei seiner Geburt vielleicht noch besaß, im Laufe seines Lebens durch Whiskey und Koks weggeblasen haben muss, hat an diese Argumentation ja auch niemand wirklich geglaubt. Außer dem Merkel vielleicht, das hätte ja sogar noch mitgemacht.
Saddam musste dran glauben, weil er zwar Öl, aber keine Massenvernichtungswaffen
zu dessen Verteidigung besaß.
Wer jetzt denkt, ich übertreibe hier mal wieder ein bisschen, dem empfehle ich den Film Confronting the Evidence (Beweise auf den Tisch) von Jimmy Walter, ein abendfüllender Krimi.
Und wie es in Europa weitergeht, erklärt Dr. Karl A. Schachtschneider in einem Vortrag zur EU-Verfassung (Lissabon-Vertrag). Es sind zwar insgesamt 10 Teile, aber sie lohnen sich, ein abendfüllendes Bildungsprogramm.
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